Standby-Modus: Der unsichtbare Stromfresser – wie viel kostet uns das wirklich?
Viele von uns machen es täglich: Der Fernseher wird nicht wirklich ausgeschaltet, sondern lediglich auf Standby gestellt. Die Spielekonsole wartet auf den nächsten Einsatz, das Ladekabel steckt in der Steckdose – auch wenn kein Gerät angeschlossen ist. Was harmlos klingt, summiert sich über das Jahr zu einem beachtlichen Kostenfaktor. Doch wie groß ist der Standby-Verbrauch wirklich, und was lässt sich dagegen tun?
Was genau ist der Standby-Modus?
Als Standby bezeichnet man den Betriebszustand eines Geräts, in dem es zwar nicht aktiv genutzt wird, aber weiterhin Strom verbraucht – etwa um auf Fernbedienungssignale zu reagieren, einen Timer zu betreiben oder sich mit dem Internet verbunden zu halten. Selbst ein scheinbar ausgeschaltetes Gerät kann im sogenannten Schein-Aus-Zustand noch mehrere Watt verbrauchen.
Konkrete Zahlen: Was verbrauchen Geräte im Standby?
Typische Standby-Verbräuche im Haushalt
Moderne Fernseher verbrauchen im Standby zwischen 0,3 und 2 Watt. Ältere Modelle kommen dabei auf deutlich höhere Werte. Spielekonsolen wie die PlayStation 5 ziehen im Ruhemodus bis zu 1,5 Watt, im Schnellstartmodus jedoch bis zu 40 Watt – ein erheblicher Unterschied. Mikrowellen verbrauchen durch ihr dauerhaft leuchtendes Display oft 3 bis 5 Watt, auch wenn sie stundenlang nicht in Betrieb sind. Kaffeeautomaten mit Heizplatten oder Displays kommen auf bis zu 10 Watt im Leerlauf. Ladegeräte ohne angeschlossenes Gerät verbrauchen zwar meist weniger als 0,5 Watt – durch schiere Anzahl addiert sich jedoch auch das.
Laut Schätzungen der Österreichischen Energieagentur entfallen rund 10 bis 15 Prozent des gesamten Haushaltsstromverbrauchs auf Standby- und Leerlaufverluste. Bei einem durchschnittlichen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 kWh können das leicht 40 bis 60 Euro pro Jahr sein.


