Software-Updates statt Neukauf: Warum langlebige Software ein unterschätzter Nachhaltigkeitsfaktor ist

Wenn wir über Nachhaltigkeit sprechen, denken viele zuerst an recycelbare Materialien, energieeffiziente Geräte oder refurbished Technik. Ein Aspekt wird dabei häufig übersehen, die Rolle von langlebiger Software. Denn selbst das beste Gerät bringt wenig, wenn die Software nicht mehr mitspielt – und genau hier setzt eine nachhaltige Softwarepflege an.

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Warum Software-Updates so wichtig sind

Ohne regelmäßige Software-Updates entstehen Sicherheitslücken, Apps laufen nicht mehr flüssig und irgendwann ist der Neukauf unausweichlich.

Dabei wäre das gar nicht nötig. Regelmäßige Updates halten Geräte nicht nur sicher, sondern sorgen auch dafür, dass sie technisch mithalten können. Wer regelmäßig seine Software aktualisiert, kann Geräte länger nutzen – ein zentraler Punkt im Kampf gegen Elektroschrott.

Abbildung: Nahaufnahme einer Hand, die ein Smartphone hält und darauf tippt, daneben ein Benachrichtigungssymbol mit Glocke und roter Eins für ein neues Update.

Langlebige Software als Nachhaltigkeitsstrategie

Langlebige Software ist also mehr als nur eine Komfortfrage. Sie sind ein echter Nachhaltigkeitsfaktor, denn sie verlängern die Nutzungsdauer eines Geräts. Das spart Ressourcen, reduziert CO₂ und entlastet den Geldbeutel. Hersteller, die auf langfristige Softwareunterstützung setzen, tragen aktiv dazu bei, die Umwelt zu schonen und machen digitale Lösungen zukunftsfähiger. 

Diese Hersteller machen es besser

Einige Hersteller haben in den letzten Jahren bewiesen, dass Nachhaltigkeit und Technik kein Widerspruch sein müssen:

  • Apple unterstützt seine Geräte oft über 5–6 Jahre mit iOS-Updates und Customer Support Jahre nach dem Kauf. 
  • Fairphone setzt auf modulare Hardware und offene Software – Geräte erhalten überdurchschnittlich langen Zugang zu Updates, teils über 7 Jahre hinweg.
  • Samsung hat für viele Modelle mittlerweile vier Jahre Android-Updates und fünf Jahre Sicherheitspatches angekündigt – ein großer Schritt in die richtige Richtung.
  • Google garantiert mit seinen Pixel-Geräten nun ebenfalls lange Update-Zeiträume und ist bei Sicherheitsupdates sehr verlässlich.

Solche Versprechen machen es möglich, Smartphones und Tablets deutlich länger zu verwenden und leisten so einen aktiven Beitrag zur Müllvermeidung.

Offene Systeme & Custom ROMs: Noch ein Schritt weiter

Wer sich technisch etwas auskennt, kann mit sogenannten Custom ROMs wie LineageOS alten Smartphones neues Leben einhauchen – sogar, wenn der Hersteller keine Updates mehr anbietet. Diese digitale Lösung ist zwar nicht für alle geeignet, zeigt aber was möglich ist, wenn Hersteller auf offene Strukturen setzen und die Community einbinden.
 

Fazit: Nachhaltigkeit beginnt im System

Langlebige Software ist wichtig für mehr Nachhaltigkeit. Wer also beim Kauf nicht nur auf die verbaute Technik, sondern auch auf die Update-Versorgung achtet, trifft eine bessere Entscheidung: für sich und für eine nachhaltige Zukunft.

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