Smarthome: Vernetzen Sie Ihr Zuhause und sparen Sie Energie
Ein Smarthome bietet mehr Komfort und Sicherheit im eigenen Zuhause und kann gleichzeitig den CO₂-Ausstoß um bis zu zehn Prozent senken. Entdecken Sie das Sparpotential beim Heizen mit smarten Thermostaten.
Die Zähne sind geputzt, die Augenlider schwer und Sie können es kaum erwarten, ins Bett zu gehen. Doch sobald Sie bequem eingekuschelt zwischen den Laken liegen, realisieren Sie: “Ich habe das Licht nicht ausgeschaltet.”
Wer in einem Smarthome lebt, zückt das Smartphone und liegt im Dunkeln. So wie das Smartphone macht auch das Smarthome unser Leben einfacher. Dies beginnt mit der vernetzten Steckdose, geht über die smarte Türklingel bis zur Kaffeemaschine. Grundsätzlich lässt sich jedes Gerät, dass über einen Stromanschluss verfügt, vernetzen. Dafür müssen Sie nicht in einem modernen Haus leben, Smarthome funktioniert über die bestehenden Anschlüsse.
Diese Art zu leben, bringt mehr Komfort und mehr Sicherheit ins eigene Zuhause. Ist die Haustüre abgeschlossen? Brennt das Licht noch? Die App auf dem Smartphone verrät es auch dann, wenn Sie unterwegs sind.
Zehn Prozent weniger Emissionen
Im Smarthome kommunizieren die Geräte miteinander. Sie alle sind an den Strom angeschlossen und erhöhen so den Verbrauch. Allerdings wird dies dank der digitalen Vernetzung wieder eingespart. So zeigt eine Studie des Öko-Instituts, dass ein Smarthome den Fußabdruck des Hauses insgesamt reduziert.
Die Modelle in der Studie zeigte, dass der CO₂-Ausstoß durch die Vernetzung um bis zu zehn Prozent gesenkt wird. Allerdings hat das Nutzungsverhalten der Eigentümer:innen einen großen Einfluss darauf, wie viel mit dem Smarthome tatsächlich eingespart wird. Um das eigene Zuhause zur vernetzten und nachhaltigen Umgebung zu gestalten, reicht eine smarte Glühbirne natürlich nicht.
Sparen Sie Energie!
… mit der Heizung
Das größte Sparpotenzial haben Sie beim Thema Heizen - beispielsweise mit smarten Thermostaten. Die Installation funktioniert unkompliziert, indem die Thermostate die alten Regler am Radiator ersetzen. Sie stellen die gewünschte Temperatur ein und sobald der Raum genug warm ist, stellt der Thermostat die Heizung automatisch aus.
Je nach Modell sind auch Routinen möglich: Sie schlafen gerne bei kühler Luft ein, kommen aber nur schwer aus dem Bett, wenn es morgens kalt ist? Dank der Routine genießen Sie das Beste aus beiden Welten - sie schlafen bei niedrigen Temperaturen ein und erwachen in einem warmen Raum.
Das ist nicht nur komfortabel, wenn Sie zu Hause sind, sondern noch viel mehr, wenn Sie unterwegs sind. Sie können die Heizung herunterdrehen, solange Sie weg sind. Bequem stellen Sie die Heizung per App wieder an, sodass Sie ein angenehm warmes Zimmer erwartet.
Je nachdem, was Ihre Ziele sind, eignet sich ein anderer Thermostat für Sie. Komplexere Modelle erkennen beispielsweise auch, wenn Sie lüften und stellt automatisch die Heizung aus.
Auch Häuser, die mit einer Bodenheizung geheizt werden, können vernetzt werden. Allerdings ist hier die Installation nicht einfach und benötigt oft einen Fachmann.
… ohne die Stand-by-Funktion
Das kleine, rote Licht am Fernseher brennt ständig, das Ladekabel neben dem Bett ist immer eingesteckt, das Display der Kaffeemaschine leuchtet auch in der Nacht. Smartphone, Laptop, Waschmaschine oder Trockner - in Europa besitzen wir zahlreiche Elektrogeräte. Viele davon kennen keine Tageszeiten, sondern sind immer im Betrieb. Was beim Kühlschrank natürlich Sinn macht, ist beim Fernseher nicht nötig.
Geräte im Stand-by-Modus laufen zu lassen, verbraucht Energie und kostet, ohne dass wir den Strom tatsächlich nutzen. Allerdings ist der Aufwand, jedes Geräts nach dem Gebrauch auszuschalten, doch vielen zu groß. Die Lösung? Mit smarten Steckern und Schaltern sparen Sie jeden Monat Geld auf der Energierechnung und schonen gleichzeitig Ressourcen. Die einfachste Möglichkeit ist es, smarte Steckdosen oder Steckleisten zu verwenden. So können Sie alle Geräte über die App vom Strom trennen oder mit einer Zeitschaltung sogar automatisieren.
… oder mit klugen Lichtschaltern
Stellen Sie sich vor, Sie hätten einen einzigen Schalter, der das Licht im ganzen Haus ausschaltet, alle Geräte vom Netz nimmt und gleichzeitig die Überwachungskamera für die Nacht einschaltet. Klingt bequem? Dank Smarthome ist das Realität. Wie Sie das schlussendlich in Ihrem Zuhause gestalten, liegt bei Ihnen. So erkennt der Sensor des smarten Lichtschalters, wenn Sie einen Raum verlassen und schaltet alle Geräte komplett aus.
3 Tipps für den Start in ein nachhaltiges Smarthome
- Setzen Sie auf hohe Qualität. Günstige Gadgets klingt im ersten Moment gut, bedeutet aber meistens, dass wir die Geräte bald wieder austauschen müssen. Wer mehr als einen smarten Thermostat installieren möchte, lässt sich am besten von einem Fachmann beraten. Welches System ist das richtige? Welche Funktionen sind mir persönlich wichtig?
- Sie verbinden das vernetzte Zuhause mit erneuerbaren Energien? Automatisieren Sie Ihre Geräte: So werden energieintensive Arbeiten wie Waschen dann erledigt, wenn beispielsweise die Sonne auf die Solarpanels brennt.
- Überwachen Sie Ihren Energieverbrauch! Kennen Sie die Stromfresser in Ihrem Haushalt? Nur wer weiß, was wie viel Energie verbraucht, kann das Problem gezielt angehen.
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